Berlin

Hauptstadt:
Berlin (3404 000 Einwohner)
Autokennzeichen:
B
Höchstes Gebäude:
Der Fernsehturm am Alexanderplatz (368 Meter)
Bekannte Plätze:
Alexanderplatz, Potsdamer Platz, Pariser Platz
Fluss:
Die Spree, die Havel
Höchster Berg:
Teufelsberg (115 Meter)
Bekannte Stadtteile:
Mitte, Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Schöneberg, Charlottenburg, Tiergarten und Friedrichshain
Landesportal:
www.berlin.de

Berlin – die spannendste Hauptstadt in Europa?

Hast du Lust, eine spannende Stadt mit viel Geschichte und Kultur zu erleben? Dann ist Berlin die richtige Adresse für dich! Berlin ist vieles in einem: Sie ist die größte Stadt Deutschlands, die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und gleichzeitig ein eigener Stadtstaat. Wegen der Größe, der Geschichte, der historischen Gebäude und der lebendigen und vielfältigen Kultur wird Berlin auch als Weltstadt bezeichnet.

10 Sehenswürdigkeiten in Berlin

In Berlin gibt es viele bedeutende Schlösser, Kirchen und andere Bauwerke. Das Schloss Bellevue im zentralen Stadtteil Tiergarten ist nach Renovierungsarbeiten seit 2006 wieder (erster) Sitz des Bundespräsidenten. Hier kann der Präsident wohnen, solange er im Amt ist. Ein weiteres schönes Schloss ist das Schloss Charlottenburg mit seinem großen Park. 

Der Potsdamer Platz war nach 1990 die größte Baustelle in Europa. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der Stadt Berlin wurden hier viele moderne Gebäude gebaut, zum Beispiel das Sony Center und das BahnCenter.

Das Brandenburger Tor ist ein wichtiges Wahrzeichen Berlins und Sinnbild für die spannende und wechselhafte Geschichte der Stadt. Während der Zeit, in der Berlin in Ost und West geteilt war, war das Brandenburger Tor für die Menschen in Deutschland ein wichtiges Symbol für diese unmenschliche Grenze. Seit dem Jahr 1989 verkörpert das wieder geöffnete Brandenburger Tor nun Mauerfall und Wiedervereinigung.

Der Fernsehturm auf dem Alexanderplatz ist mit 368 Metern das höchste Gebäude Berlins und wird von manchen Berlinern

"Telespargel" genannt, weil er so schlank ist. Wenn man mit dem Aufzug den Turm hochfährt, hat man einen großartigen Blick über die ganze Stadt. In dem Restaurant kann man etwas essen oder trinken, während man die spektakuläre Aussicht genießt. Glücklicherweise gibt es einen Fahrstuhl, denn wer hat Lust oder die Kondition, die über 900 Treppenstufen zu laufen?

Auf der Museumsinsel befinden sich viele unterschiedliche Museen mit verschiedensten Ausstellungen. Die gesamte Museumsinsel gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Magst du Kunst, alte Architektur und Ausstellungen? Dann ist diese besondere Insel einen Besuch wert. Hier steht zum Beispiel das Pergamonmuseum, die Alte Nationalgalerie, das Alte und das Neue Museum sowie das Bodemuseum. Auch außerhalb der Museumsinsel gibt es in Berlin natürlich noch zahlreiche Museen für jeden Geschmack, insgesamt sind es weit über 150 Museen und Sammlungen.

Die Ruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist auch heute noch ein Mahnmal für die Zerstörungen Berlins im Zweiten Weltkrieg. Der ausgebombte Kirchturm bietet einen eigenartigen Anblick. In der modernen blauen Glaskirche darunter kann man zum Beispiel ein Orgelkonzert besuchen.

Berlin hat zwei große Zoos: den Tierpark in Friedrichsfelde und den Zoologischen Garten im Bezirk Mitte. In keinem Zoo der Welt findet man mehr unterschiedliche Tierarten als im Zoologischen Garten Berlin. 1500 Arten und mehr als 15 000 Tiere leben hier. In einem dreistöckigen Aquarium kann man zudem Fische, Reptilien und Insekten bestaunen. Der Zoo gehört zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Berlins. Der legendäre Bahnhof Zoo, bis zur Wiedervereinigung der wichtigste Fernbahnhof der Stadt, liegt in unmittelbarer Nähe.

Die (heimliche) Stadtrundfahrt mit dem Bus der Linie 100 kostet nur den Preis einer normalen Fahrkarte und ist bei Berlinern und Touristen sehr beliebt. Die erste Ost-West-Strecke nach dem Mauerfall ist mehr als eine Buslinie, der Bus fährt an besonders vielen bekannten Gebäuden, Denkmälern und Monumenten vorbei. 24 bis 30 Doppeldecker machen etwa 500 Fahrten pro Tag, und alle paar Minuten kommt ein neuer Bus an die Haltestellen. Mit der Linie 200 fährt ein ebenso beliebter Bus vom Potsdamer Platz zum Prenzlauer Berg. Gute Fahrt!

110 Künstler aus 24 Ländern haben im Jahre 1990 einen 1,3 km langen Teil der Mauer an der östlichen Spreeseite zur Freiluftgalerie gemacht – dies ist die sogenannte East Side Gallery. Hier kann man verschiedene Kunstwerke sehen, die unter anderem die Wiedervereinigung und politische Themen zum Gegenstand haben. Am berühmtesten ist das Bild "Bruderkuss" von Dimitri Vrubel, das Breschnew und Honecker in einer Umarmung zeigt. Das Bild von einem Trabi, der durch die Mauer fährt, ist auch ein sehr beliebtes Fotomotiv. 

Südlich von Berlin liegt der tropische Freizeitpark Tropical Island. In diesem Badeparadies können pro Tag bis zu 6000 Menschen Urlaubsgefühle genießen. Bei warmen 26 Grad hat man das Gefühl, in den Tropen zu sein. Tropical Island ist der größte Indoor-Regenwald der Welt und beinhaltet Europas größte tropische Saunalandschaft. Man muss also nicht in die Südsee fahren, um die Tropen zu erleben

Die Lange Nacht der Museen

Möchtest du im Pergamonmuseum tanzen oder ein Puppenspiel vor den alten Malereien und Plastiken sehen? Das ist überhaupt kein Problem in Berlin.
Im Januar und im September kann man Museen auf besondere Art kennenlernen. In diesen beiden Monaten findet nämlich die Lange Nacht der Museen statt, bei der bis weit nach Mitternacht Shuttlebusse von einem Museum zum anderen fahren. Hier kann man auch bei Dschungelnächten im Botanischen Garten und vielem mehr mitmachen.

Tacheles – die Kunstruine

Das Tacheles ist ein bekanntes Kunsthaus im Stadtteil Berlin-Mitte. Hier findet man aktuelle Kunst, außerdem ist das Haus auch ein Architekturdenkmal.
Am 13. Februar 1990 besetzte die Künstlerinitiative Tacheles die Ruine. Tacheles verlangte den Stopp der bereits eingeleiteten Abrissvorbereitung, und heute steht das Haus unter Denkmalschutz.
Die Idee von Tacheles entstand zu DDR-Zeiten. In der DDR trauten sich sehr wenige, offen ihre wahre Meinung zu sagen, und das meiste konnte nur angedeutet werden. Das war insbesondere für Kreative ein großes Problem, egal ob sie Literatur, Filme, Theater, Musik oder der Kunst machten.
Das Wort "Tacheles" ist jiddisch und bedeutet "Klartext reden", "sich offenbaren, sich erklären, jemandem seine Meinung sagen"; im Hebräischen bedeutet es, ein Ziel zu verfolgen oder etwas auf den Punkt zu bringen.
Im Tacheles konnten die Leute immer ihre Meinung offen und laut verkünden und sollen es immer können.

Karneval der Kulturen

In Berlin leben etwa 500 000 Ausländer aus ca. 180 Ländern. Wenn zu Pfingsten der Karneval der Kulturen vom Hermannplatz zum Südstern und weiter durch die Stadt zieht, sieht es so aus, als seien alle dabei. Hier kann man schöne Kostüme und tolle Musik aus allen Teilen der Welt sehen und hören. Dieses Fest sollte man unbedingt miterleben!

Berliner Geschichte

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland in vier Zonen aufgeteilt, die jeweils von den Siegermächten USA, Frankreich, Großbritannien und der Sowjetunion besetzt wurden. Obwohl die Hauptstadt Berlin eigentlich zum Osten und damit dem russisch besetzten Gebiet gehörte, wurden wegen der Bedeutung der Stadt auch hier vier Sektoren gebildet. Westberlin wurde damals genau wie Westdeutschland von den USA, Frankreich und Großbritannien kontrolliert und Ostberlin wie Ostdeutschland von der Sowjetunion.

Da es zwischen den Siegermächten immer mehr Konflikte und Meinungs-verschiedenheiten gab, kam es 1949 zur Teilung Deutschlands in zwei Staaten. Im Westen entstand am 23. Mai die Bundesrepublik Deutschland (BRD) mit der (eigentlich nur provisorischen) Hauptstadt Bonn. Im Osten wurde am 7. Oktober die Deutsche Demokratische Republik (DDR) mit der Hauptstadt Ostberlin gegründet, welche man von nun an nur noch mit einer Genehmigung verlassen durfte.
Da immer mehr Menschen die DDR verlassen wollten und nach Westdeutschland flüchteten, begann die DDR-Regierung am 13. August 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer, welche mitten durch Berlin führte. Sie diente als Grenze zwischen Ost und West und wurde stark bewacht. Wer trotzdem zu fliehen versuchte, setzte sich sehr großer Gefahr aus und musste mit hohen Strafen rechnen. Nicht selten kam es sogar zu Todesfällen.
Wie die Berliner Mauer und die Grenzanlagen damals aussahen, kann man heute noch in Teilen an der Bernauer Straße sehen. Wer auf seinem Weg durch Berlin genau hinschaut, entdeckt auf der Straße an manchen Stellen eine Doppelreihe Kopfsteinpflaster. Diese Steine markieren den Weg, an dem die Mauer früher verlief.
Checkpoint Charlie, der Kontrollpunkt C der Amerikaner und Grenzübergang für Alliierte, war jahrzehntelang der bekannteste Ort an der Friedrichstraße. Im Oktober 1961 standen sich hier amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. Heute locken viele elegante Geschäfte Menschen aus aller Welt in die Friedrichstraße, teilweise in Gebäuden von international berühmten Architekten.
Das 1962 gegründete Mauermuseum am Checkpoint Charlie hält die Erinnerung daran wach, wie es während des Kalten Kriegs war: mit Todesstreifen, Angst und abenteuerlichen Fluchten.

Das Zentrum der deutschen Politik

Seit 1990 ist Berlin die Bundeshauptstadt und das Zentrum der deutschen Politik. In Berlin versammeln sich die Politiker der Bundesregierung, des Bundesrats und des Bundestags, um über Deutschland und seine Gesetze zu beraten und zu entscheiden. Früher, vor der Wiedervereinigung, war Bonn die Hauptstadt Deutschlands.

Der Bundestag befindet sich im historischen Reichstagsgebäude. Die runde Glaskuppel ist begehbar und ein beliebtes Touristenziel.

Was sollte man in Berlin essen?

Eines ist auf jeden Fall klar: Man kann nicht nach Berlin fahren, ohne einen echten Döner Kebab gegessen zu haben: fein geschnittenes Kalb- oder Hähnchenfleisch mit viel Salat und Soße. Es gibt sie überall in der Stadt zu kaufen und oft bereits ab ca. 3 Euro. Der leckere Snack stammt ursprünglich aus der Türkei, und besonders im vielfach von Türken bewohnten Stadtteil Kreuzberg schmeckt er herrlich! Guten Appetit!

Wer Deutschland und Berlin kennt, kennt auch die Currywurst. Und wer hat diese spezielle Wurst erfunden? Die Erfindung der Currywurst wird zumeist Herta Heuwer zugeschrieben. Sie servierte am 4. September 1949 in ihrem Imbissstand in Berlin-Charlottenburg erstmals eine gebratene Wurst mit einer Soße aus Tomatenmark, Currypulver und Worcestersauce. Mmmm, die Wurst schmeckt echt lecker!
Hast du Durst? Die Berliner Weiße ist ganz lecker. Berliner Weiße ist ein Weizenbier mit relativ wenig Alkohol, das mit Waldmeister- oder Himbeersirup gemischt wird und speziell im Sommer ein beliebter Durstlöscher im Biergarten ist.
Frisch, fruchtig und nicht zu süß: Der Holunderblütensirup ist eine vielseitige Spezialität, die sehr gut in Sekt oder Mineralwasser schmeckt. Auch wenn man sein Dessert etwas veredeln will, kann man den leckeren Sirup hinzufügen.

Die Wasserstadt Berlin

In Berlin liebt man das Wasser! Hier gibt es 190 Kilometer Wasserstraßen und ca. 2000 Brücken!
Es ist sehr schön, auf dem Fluss Spree eine Schifffahrt zu machen. Auf der Spree kann man auch gut paddeln und rudern.
In der Nähe der East Side Gallery kann man sogar in einem Boot-Hostel übernachten, und an mehreren Orten in Berlin kann man auf Restaurantschiffen essen.
Auch in Berlin finden sich viele interessante Beach-Clubs, in denen man im Liegestuhl in aufgeschüttetem Sand und oft in unmittelbarer Wassernähe seinen Drink nehmen kann.
Viele Berliner träumen von einem eigenen Hausboot. Dann hat man seine ganze Wohnung auf dem Wasser. Das ist eine tolle Idee, oder?

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