Bremen

Hauptstadt: 
Bremen (550 000 Einwohner)
Autokennzeichen Bremen: 
HB
Stadtwappen:
Ein silberner Schlüssel
Fußballmannschaft: 
SV Werder Bremen
Lieblingsmärchen:
Die Bremer Stadtmusikanten
Kuriosität:
Das kleinste Hotel der Welt (das Hochzeitshaus)
Einwohner: 
665 000 (Bremen und Bremerhaven)
Landesportal:
www.bremen.de

Bremen – klein, aber fein!

Magst du es klein? Dann nichts wie ab nach Bremen! Bremen ist das kleinste Bundesland in Deutschland, und es ist wie Hamburg und Berlin ein Stadtstaat. In Bremen gibt es Fußball, Märchen, Labskaus, Bier, Karneval und vieles mehr... Wie du siehst: Klein macht Spaß!

Stadt und Natur

Zu Bremen gehören Bremerhaven und die Freie Hansestadt Bremen. Die Städte liegen etwa 60 Kilometer voneinander entfernt. Der Fluss Weser verbindet die beiden Städte, aber man muss durch das Bundesland Niedersachsen fahren, wenn man von der einen zur anderen Stadt will. Die Weser fließt durch Bremen und mündet in Bremerhaven in die Nordsee.

Die Einheit der beiden Städte hat historische Gründe; und tatsächlich entstand "Bremerhaven" aus einem neu gegründeten Seehafen der Stadt Bremen. Bremen hatte dafür 1827 eigens Land erworben.

Obwohl das Bundesland Bremen nur aus den beiden Städten Bremen und Bremerhaven besteht, gibt es hier viel Natur, und neben der Weser gibt es noch weitere Flüsse: Wümme, Geeste, Lesum und Ochtum. Entlang der Flussufer gibt es viel Landwirtschaft und auch mehrere Orte, die unter Naturschutz stehen.

Roland und die Bremer Stadtmusikanten

Bremen hat zwei bekannte Wahrzeichen und das sind die Statuen des Ritters Roland und der Bremer Stadtmusikanten.

Die Statue von Roland steht seit 1404 auf dem Rathausplatz, und sie ist für die Bevölkerung in Bremen auch ein Symbol der Freiheit. In Bremen erzählt man gern, dass die Stadt Bremen so lange frei und selbstständig bleibe, wie der Roland steht und über die Stadt wacht. Rolandsstatuen findet man in vielen nord- und ostdeutschen Städten, sie gelten als Sinnbild für Selbstständigkeit und Freiheitsrechte der Stadt.

An der Westseite des Rathauses steht eine Bronzeplastik der Bremer Stadtmusikanten. Ihre Geschichte ist beliebt und bekannt. Das Märchen Die Bremer Stadtmusikanten handelt von vier Tieren (Hahn, Katze, Hund und Esel), die alt geworden und ihren Besitzern nicht mehr nützlich sind. Sie sollen getötet werden, daher fliehen die Tiere vor ihren Besitzern. Sie treffen sich zufällig und folgen schließlich dem Vorschlag des Esels, in der Stadt Bremen als Stadtmusikanten zu arbeiten.

Da sie die Stadt nicht an einem Tag erreichen können, müssen sie im Wald übernachten. Hier entdecken sie ein Räuberhaus, das sie als Nachtlager nutzen, nachdem sie die Räuber zunächst vertrieben haben. Ein Räuber, der später in der Nacht herausfinden will, ob das Haus wieder ungefährlich ist, wird von den Tieren nochmals und damit endgültig verjagt. Die Bremer Stadtmusikanten finden das Haus so gut, dass sie nicht wieder weggehen möchten und bleiben.

Das Hochzeitshaus in Bremen

Das Hochzeitshaus in Bremen ist das kleinste Hotel der Welt und liegt im Stadtviertel Schnoor. Das Haus wurde im Jahr 1639 über drei Etagen gebaut und ist nur vier Schritte breit und vier Schritte lang (also knapp 50 Quadratmeter).

In erster Linie gehören Liebes- oder Ehepaare zu den Mietern. Der Tradition nach wird gern im Erdgeschoss das Sektfrühstück eingenommen, im ersten Stock das Bad mit Whirlpool genutzt und im zweiten ein weißes Himmelbett "getestet".

Typische Spezialitäten aus Bremen

Wenn du gedacht hast, dass Labskaus nur in Norwegen gegessen wird, dann liegst du ganz falsch. Labskaus ist nämlich auch ein echter Klassiker der norddeutschen Küche. Er wird allerdings ganz anders als in Norwegen zubereitet. Der Eintopf aus Pökelfleisch oder Corned Beef, Kartoffeln, Zwiebeln, Roter Bete und oft auch Matjes entstand im 18. Jahrhundert auf Segelschiffen. Serviert wird das Traditionsgericht des Nordens mit Rollmops, Spiegelei und Gewürzgurke.

Perfekt für alle Rosinenfans: Der Bremer Klaben ist ein dem Stollen ähnliches Hefegebäck, das mit Sultaninen und/oder Korinthen gefüllt ist. Dazu kommen Zitronat, Orangeat, Mandeln und Rum. Traditionell wird der Klaben mit ein wenig Butter bestrichen serviert.

Das besondere Merkmal des Bremer Zwiebacks sind seine sechs Ecken. Die Masse besteht aus wenig gesüßtem Hefeteig, der in einem speziellen Zwiebackrahmen gebacken wird.

Party im Norden

Viele denken, dass man in Norddeutschland etwas steif ist. Aber von wegen hanseatisch-steif!

Jedes Jahr, eine Woche vor Rosenmontag, feiert man so richtig in Bremen. Über 20 000 Besucher kommen dann in die Bremer Innenstadt und feiern hier sehr fantasievoll den Karneval. Eine besondere Mischung aus alten Ritualen, einem tollen Rhythmus, Witz, Poesie und Farben ist typisch für den Bremer Karneval.

Sogar die Karnevalsgegner ließen sich durch den besonderen Charme des Bremer Karnevals verführen. Für die knapp 200 teilweise international bekannten Samba- und Maskengruppen aus ganz Deutschland und dem Ausland ist der Bremer Karneval das bedeutendste Festival dieser Art.

Ein weiterer großer Höhepunkt des Jahres ist der Bremer Freimarkt. Dieser große Jahrmarkt im Herbst ist eines der größten Volksfeste Norddeutschlands. Er dauert ca. zwei Wochen und wurde bereits im Jahr 1035 zum ersten Mal gefeiert.

Fußball heißt Werder Bremen!

Werder Bremen wurde 1899 als Fußballverein (FV) gegründet. 1920 wurde Werder Bremen zum Sportverein (SV). Es waren 16-jährige Schüler aus gutbürgerlichen Schichten in Bremen, die den Verein damals gründeten.

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg hatte Werder Bremen als einziger Verein in Bremen den Aufstieg in die neu gegründete norddeutsche Verbandsliga geschafft und damit auch außerhalb Bremens auf sich aufmerksam gemacht. Obwohl die Mannschaft sportliche Erfolge feierte, fehlte dem Verein ein guter Sportplatz. 1909 wurde dann das Weserstadion die Spielstätte von Werder Bremen. Am Anfang war das Weserstadion noch ein kleiner Sportplatz mit Holztribüne. Heute ist es ein hochmodernes Fußballstadion.

Im Untergeschoss der Südtribüne befindet sich eine Leichtathletiktrainingshalle für Sprung, Stoß und Sprint. Die Halle ist 105 Meter lang und 14 Meter breit.

Im Februar 1999 feierte Werder Bremen seinen 100-jährigen Geburtstag, und Fußball ist immer noch sehr wichtig für die Bremer!

Bekannte Museen

Das Focke-Museum ist das Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Das Museum liegt in einer schönen Parkanlage und ist über 100 Jahre alt. Es bietet Ausstellungen für fast jeden Geschmack: zum Beispiel zur Bremer Stadtgeschichte, zur angewandten Kunst oder zur Wohnkultur. Eine Besonderheit ist das Kindermuseum.

Das Übersee-Museum mit seiner einmaligen Kombination aus Völkerkunde, Handels- und Naturkundemuseum, direkt am Bremer Hauptbahnhof gelegen, lohnt einen Besuch.

Die 2011 wiedereröffnete Bremer Kunsthalle bietet eine wertvolle Sammlung mit Meisterwerken aus 600 Jahren Kunstgeschichte und interessante Sonderausstellungen.

Im Universum Science Center in Bremen bekommt man Antworten auf Fragen wie "Wie entstehen Erdbeben?" und "Wo komme ich eigentlich her?". In den Erlebnislandschaften können Kinder und Jugendliche zu Entdeckern werden und Expeditionen durch verschiedene Welten machen.

In Bremerhaven sollten Museumsfreunde neben dem Historischen Museum, einer Zeitreise durch die Stadtgeschichte, vor allem auch das Nationale Schifffahrtsmuseum besuchen, in dem man viel über die Seefahrt damals und heute lernt.

"Der Schnoor"

In Bremen gibt es ein ganz besonderes Stadtviertel. Es heißt "Der Schnoor". Den Namen Schnoor hat das Stadtviertel bekommen, weil es dort so aussieht, als würden die kleinen mittelalterlichen Häuser wie an einer Schnur entlang der Straße stehen. Früher wohnten dort Schiffer und Flussfischer, aber heute sind in den alten Häusern viele gute Restaurants untergebracht.

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