Rheinland-Pfalz

Hauptstadt:
Mainz (199 000 Einwohner)
Autokennzeichen Mainz:
MZ
Lieblingsfrau:
Die Loreley
Bestes Obst:
Trauben
Lieblingssport:
Formel 1 am Nürburgring
Einwohner:
4 053 000
Landesportal:
www.rheinland-pfalz.de

Rheinland-Pfalz – das Land des Weines

Es gibt viele Weinbaugebiete in Deutschland, aber in keinem anderen Teil von Deutschland wird so viel Wein angebaut wie in Rheinland-Pfalz. In sechs Weinbaugebiete werden verschiedene rote und weiße Trauben geerntet. Aus ihnen wird Wein und Sekt gemacht. Viele dieser Weine sind weltweit sehr beliebt und für ihren guten Geschmack bekannt.

Die Landeshauptstadt Mainz

Die Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz ist Mainz. Mainz ist viele hundert Jahre alt.

Die Mainzer Altstadt ist sehr schön anzuschauen. Hier gibt es zahlreiche kleine verwinkelte Gassen und uralte Fachwerkhäuser. Eines der bekanntesten Bauwerke ist der Mainzer Dom.

Mainz ist bekannt für den Mainzer Karneval, beziehungsweise die Mainzer Fastnacht. Der wichtigste Tag der "Meenzer Fassenacht", wie sie von den Mainzern genannt wird, ist der Rosenmontag. An diesem Tag gibt es einen sieben Kilometer langen Umzug durch die Stadt. Auch das Fernsehen ist jedes Jahr dabei. So kann man in ganz Deutschland den Mainzer Rosenmontagsumzug im Fernsehen verfolgen.

Burg Eltz und Burg Cochem

Die Burg Eltz liegt westlich von Koblenz in der Nähe der Stadt Münstermaifeld in Rheinland-Pfalz. Wenn man sich für Ritter und das Mittelalter interessiert, ist diese Burg besonders toll. Die Burg ist eine der schönsten Burgen in Deutschland. Sie wurde wahrscheinlich zu Beginn des 12. Jahrhunderts erbaut und ist praktisch vollständig erhalten.

Etwa aus der gleichen Zeit stammt eine andere schöne Burg in Rheinland-Pfalz: die Reichsburg Cochem. Die Stadt Cochem liegt direkt an der Mosel und wurde schon vor mehr als 1000 Jahren gegründet. In der Reichsburg Cochem gibt es speziell für Kinder und jung gebliebene Erwachsene eine tolle Geistersuche. Man kann außerdem an einem Räuberessen teilnehmen. Das Räuberessen ist eine tolle Mahlzeit, inspiriert von der Rittermahlzeit im Mittelalter. Es gibt Brot und Schmalz, und im Kessel dampft eine würzige, heiße Suppe. Als Hauptgang bekommt man riesige Keulen vom Grill. Das meiste wird natürlich mit den Fingern gegessen!

Die ältesten Städte in Deutschland

Trier (Augusta Treverorum)

In Rheinland-Pfalz liegt eine der ältesten Städte Deutschlands. Diese wunderschöne Stadt heißt Trier. Trier ist nach Mainz, Ludwigshafen und Koblenz die viertgrößte Stadt des Bundeslandes. Hier kann man viele Bauwerke sehen, die an die Zeit der Römer erinnern, als die Stadt der Sitz des römischen Kaisers war. Damals hieß Trier noch nicht Trier, sondern hatte den schwierigen römischen Namen Augusta Treverorum.

Noch heute erinnert das alte Stadttor Porta Nigra (Schwarzes Tor) an die Zeit der Römer. Weitere Bauwerke aus der Römerzeit sind zum Beispiel die Kaiserthermen, die Römerbrücke oder das Amphitheater.

Koblenz

Auch die Stadt Koblenz ist eine der ältesten Städte in Deutschland. Koblenz liegt genau an der Stelle, wo die beiden Flüsse Rhein und Mosel zusammenfließen. Dieser Ort wird auch Deutsches Eck genannt.

Bei Koblenz liegt das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Es ist ein rund 65 Kilometer langer Abschnitt zwischen Koblenz und Bingen, der zu den großartigsten und ältesten Kulturlandschaften in ganz Europa zählt.

In Koblenz gibt es viele Kirchen, und von Weitem sieht man bereits die wunderschönen Türme. In der Altstadt befinden sich drei romanische Kirchen: St. Kastor, die Liebfrauen- und die Florinskirche.

Magst du Festungen? Die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz ist die größte erhaltene Festung Europas. Sie wurde zwischen 1817 und 1828 in ihrer heutigen Gestalt erbaut. 118 Meter über dem Rhein hat man einen fantastischen Ausblick auf die schöne alte Stadt.

Die Loreley

Es gibt eine alte Sage über die Loreley. Die Loreley ist ein Felsen direkt am Rhein. An diesem Felsen kenterten und sanken früher angeblich besonders viele Schiffe.

Die Sage erzählt von einem wunderschönen Mädchen, einer Meerjungfrau, die schuld an den Schiffsunglücken war. Die Meerjungfrau, die oben auf dem Felsen saß und sich ihr goldenes Haar kämmte, sang dazu so wunderschön, dass alle Schiffskapitäne ganz verzaubert waren, nicht mehr auf den Weg achteten und ihre Schiffe somit an den scharfen Felskanten zerschellten.

Essen und Trinken in Rheinland-Pfalz

Natürlich spielt der Weinanbau eine große Rolle in Rheinland-Pfalz. Die wichtigste Traubensorte aus dieser Region ist der weltbekannte Riesling. Weine aus der hellen Riesling-Rebe gehören zu den Spezialitäten des Landes. Inzwischen sind aber bereits 40 Prozent der Rebfläche in der Pfalz auch mit Rotweinreben bepflanzt.

Was aber nur die wenigsten wissen: In den idyllischen Hügellandschaften wachsen rund 80 Sorten Gemüse, Obst, Nüsse und sogar Zitronen, Kiwis und Melonen. Das milde Klima sorgt für gutes Wachstum. Auch Maronen wachsen hier gut und werden sehr gern gegessen. Diese Esskastanien, auch "Keschde" genannt, sind ebenfalls eine Spezialität in Rheinland-Pfalz. Wer Kastanien selbst sammeln möchte, findet auf dem Keschdeweg zwischen Hauenstein und Neustadt an der Weinstraße viele davon.

Eines der berühmtesten Gerichte aus dieser Region ist der Pfälzer Saumagen. Auch wenn der Name des Gerichts etwas komisch klingt, lohnt es sich, ihn zu probieren. Gefüllt wird der Schweinemagen mit einer Mischung aus magerem Schweinefleisch, Bratwurstbrät, eventuell Zwiebeln und Kartoffeln. Eigentlich ist es eine Art Wurstmischung, die auch traditionell in Scheiben serviert wird.

Neben dem Pfälzer Saumagen ist der Schwenkbraten auch in Rheinland-Pfalz eine Spezialität. Der Schwenkbraten besteht aus marinierten Schweinenackenkoteletts, die über Buchenholz auf einem Grill gebraten werden. Um den richtigen Geschmack zu bekommen, gibt man einen ordentlichen Schuss Bier über das Fleisch. Der Schwenkbraten ist mittlerweile in vielen Regionen Deutschlands sehr populär, besonders auf Straßenfesten, Weinfesten und Jahrmärkten.

Weitere Spezialitäten vom Schwein sind Mainzer Rippchen und Pfälzer Spanferkel. Beim Spanferkel wird ein ganzes Schwein stundenlang über dem Grill gedreht.

Der leckere Zwiebelkuchen ist ein traditionelles Herbstgericht, das vorwiegend zur und nach der Weinlese gebacken und gegessen wird. Gern wird dazu Federweißer getrunken. Der Federweißer ist ein junger, noch nicht ganz fertiger Wein mit einem angenehmen Kohlensäuregehalt. Zwiebelkuchen mit Federweißer ist wirklich ein Hit!

Johannes Gutenberg – der Erfinder der Buchdruckerkunst

Wir wissen nicht viel über das Leben von Johannes Gutenberg, aber es wird angenommen, dass er einige Jahre vor 1400 in Mainz, Rheinland-Pfalz, geboren wurde.

Es gibt jedoch ein Dokument aus dem Jahr 1455, das etwas mehr Informationen über das Leben von Gutenberg liefert. Das Dokument enthält das Protokoll eines Gerichtsprozesses in Mainz und das Urteil des Prozesses: Der angeklagte Johannes Gutenberg hatte sich im Jahr 1450 von einem Mainzer Anwalt Geld geliehen. Die Summe betrug 800 Gulden, und Gutenberg brauchte das Geld zum Aufbau einer Werkstatt. Später hatte er sich noch einmal 800 Gulden zur Herstellung von Büchern geliehen. Im Jahre 1450 waren das sehr große Geldsummen.

1455 wollte der Anwalt Johannes Fust sein Geld zurückhaben, aber Gutenberg konnte nicht zahlen. Deshalb musste er seine Erfindung und den größten Teil seiner Werkstatt Johannes Fust überlassen. Das kann man dem Dokument entnehmen.

Rein wirtschaftlich war Gutenberg erfolglos, aber der Buchdruck war in die Welt getreten und das bedeutendste Werk der Buchdruckerkunst war fertiggestellt: die Bibel. 180 Exemplare hat Gutenberg gedruckt, und nur wenige davon sind heute noch erhalten.

Am 3. Februar 1468 starb Gutenberg. Er war arm und einsam, und man glaubt auch, dass er blind geworden war. Aber zum Glück hat Gutenberg es noch mitbekommen, dass seine Erfindung ein großer Erfolg werden würde. Nicht nur in Mainz, sondern auch in Köln, Rom und Barcelona wurden Bücher nach seiner Methode gedruckt.

Im Jahr 1500 gab es in 260 europäischen Städten 1120 Druckereien, in denen insgesamt schon mehr als zehn Millionen Bücher hergestellt worden waren. Eine fantastische Erfindung!

Karl Marx

Der Philosoph Karl Heinrich Marx wurde im Jahre 1818 in Trier geboren. Karl Marx gilt als einflussreichster Theoretiker des Kommunismus. Er unterstützte zusammen mit seinem Kollegen Friedrich Engels das arbeitende Volk. Seine Ideen, wie seiner Meinung nach die Menschen zufriedener und viel besser miteinander leben könnten, schrieb er in Büchern auf. Sein bekanntestes Buch ist "Das Kapital".

In der DDR galt Karl Marx als politische Leitfigur. An vielen Orten baute man ihm Denkmäler und von 1953 bis 1990 hieß die ostdeutsche Stadt Chemnitz sogar Karl-Marx-Stadt. In dieser Stadt steht das berühmte Karl-Marx-Monument.

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